Kurztexte zu den Monographien

Theologie als Weisheit Figur und Thema der Weisheit in feministischen Theologien Die Unbegreiflichkeit des Reiches Gottes Gott und die Götzen Glauben und Wissen Grundkurs Christliche Theologie  Götzen, Mächte und Gewalten - Religionsphilosophie

 

Theologie als Weisheit. Sapientiale Konzeptionen in der Fundamentaltheologie des 20. Jahrhunderts

Neukirchener Verlagshaus: Neukirchen-Vluyn 1997, 303 S., kart. ISBN 3-7887-1651-7.

Die Suche nach Weisheit ist für das westliche philosophische Denken genauso charakteristisch wie für die Praxis und Reflexion des Christentums. Wenn – wie es seit einiger Zeit wieder geschieht – die Theologie insgesamt als weisheitliches Unternehmen verstanden wird, dann sind vielfältige Fragen nach dem theologischen und philosophischen Ursprung dieser Beschreibung zu stellen. Dieses Buch sucht einen Beitrag dazu zu liefern, indem es den Begriff Weisheit einer genauen Analyse unterzieht sowie wichtige weisheitliche Konzeptionen in der Theologie unseres Jahrhunderts – quer durch die Konfessionen – analysiert und diskutiert.

Im Eingangsteil des Buches wird eine Bedeutungsanalyse entfaltet: Sie interpretiert Weisheit als eine bestimmte Form von Rationalität und diskutiert die dafür relevanten philosophischen und theologischen Kategorien. Es folgt ein Kapitel über das Verständnis von Theologie als Weisheit in der katholischen Theologie des 20. Jhdt.s, wobei die Umbrüche des II. Vaticanums in Zentrum stehen. Anhand des Begriffs Weisheit wird hier vor allem die Verhältnissetzung von Theologie und Philosophie vorgenommen. Der gegenwärtig stärkste Impuls zum Weisheitsthema geht von der feministischen Theologie aus, die insbesondere die Figur der vor Gott spielenden Weisheit aus Spr. 8 wieder ins Gedächtnis rief. Deshalb wird in einem eigenen Kapitel ihr Beitrag zum Thema gewürdigt und anhand der Position von Elisabeth Schüssler Fiorenza diskutiert. Ein weiteres diskutierendes Kapitel befasst sich mit den Arbeiten des Münchner Theologen Hermann Timm: Er möchte die gesamte etablierte Theologie zugunsten einer postmodern-weisheitlichen Religiosität verabschieden.
Auf dem Hintergrund der vorwiegend kritischen Besprechung dieses Ansatzes werden im Schlussabschnitt weitere Überlegungen vorgetragen. Sie ziehen ein kritisches Resumée und diskutieren abschließend die Frage, wie mit der Tatsache umzugehen ist, dass nach christlichem Verständnis Jesus Christus allein die Weisheit Gottes ist.

Disstertation, entstanden in den Jahren 1993-1996 an der Universität Heidelberg. Gutachter: Prof. Dr. h.c. Dietrich Ritschl PhD, DDund Prof. Dr. Dr. Michael Welker.

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Figur und Thema der Weisheit in feministischen Theologien. Ein kommentierender Forschungsbericht

Peter Lang: Frankfurt/M. u.a. 2001. 103 S., kart., ISBN 3-631-37832-7.

»Der Herr hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her.« (Sprüche 8,22). Was es mit der biblischen Figur der Weisheit auf sich haben könnte, haben feministische Theologien erforscht sowie für die systematische und praktische Theologie entwickelt. Diese Debatten werden hier erstmals zusammenfassend dargestellt und diskutiert.

Was ist Weisheit? Nach dem Zeugnis des Alten Testaments ist sie eine Größe, gar eine personähnliche, die nahe bei Gott angesiedelt ist. Durch sie tätigt er sein Schöpfungswerk, sie spielt vor ihm, sie begegnet den Menschen. Diese und andere Motive haben dazu geführt, dass die neutestamentliche Rede von Jesus Christus zu nicht geringem Teil auf weisheitlicher Metaphorik aufgebaut ist. Erst in der jüngeren Vergangenheit wurde mit der Tatsache ernst gemacht, daß die Weisheit (hebräisch chokma, griechisch sophia) vom grammatikalischen Geschlecht wie von den ihr zugesprochenen Attributen her weiblich ist: Dies entdeckt und ausgearbeitet zu haben, ist ein Verdienst feministischer Theologie.

Der Band zeichnet die Genese feministisch-theologischer Rede von Weisheit nach und stellt die verschiedenen Themen dar, die von feministischen Theologinnen mithilfe der Weisheit neu interpretiert werden, u.a. aus der Gottes- und Trinitätslehre, der Christologie und nicht zuletzt der frömmigkeitlichen Praxis. Über all dies wird auf breiter Literaturbasis informiert, die wichtigsten Positionen werden diskutiert und ins Gespräch mit "herkömmlichen" theologischen Positionen gebracht. Das Buch bietet erstmals einen Überblick über feministisch-theologisches Reden von Weisheit und soll zu einem sachlichen Dialog anleiten.

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Die Unbegreiflichkeit des Reiches Gottes. Studien zur Theologie Karl Barths

Neukirchener Verlagshaus: Neukirchen-Vluyn 2004. 177 S. ISBN 3-7887-2074-3.

Auch und gerade im gewohnheitsatheistischen Umfeld leben Menschen inmitten von Größen, Faszinationen und Mächten, die man getrost "Götter" nennen kann. Ihnen gegenüber rückt das Reich Gottes in den Status einer Unbegreiflichkeit, die gleichwohl von höchster Relevanz ist.

Karl Barths Werk bietet wie kein anderes Material und Anregungen zum Umgang mit dieser Situation. Im 1. Kapitel des Buches wird ein unveröffentlichter Text aus seiner Feder diskutiert, der mit »Gott und die Götter« betitelt ist. Seit kurzem ist er mit anderen nachgelassenen Texten im Rahmen der Barth-Gesamtausgabe zugänglich (Theologischer Verlag Zürich). Das 2. Kapitel konfrontiert Barths Sicht dessen, was wider Gott steht mit der Sicht Martin Luthers, vergleicht also die Lehre vom Nichtigen mit der Rede vom Deus absconditus und erwägt, ob die traditionellen gegenseitigen Verurteilungen zu halten sind. Im 3. Kapitel wird die Probe aufs Exempel gemacht und konkret der Rede vom »Mammon« oder »Götzen Geld« nachgegangen. Neben Barth kommt dabei u.a. Walter Benjamin mit seiner berühmte Miniatur »Kapitalismus als Religion« zu Wort. Den Abschluss im 4. Kapitel macht ein Reflexionsgang zum eigentümlich spielerischen Stil von Barths Theologie.

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Gott und die Götzen. Über Gottes Macht angesichts der lebensbestimmenden Mächte

Forschungen zur systematischen und ökumenischen Theologie Band 109, Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen 2006, geb. 430 S. ISBN 3-525-56336-1.

Das Problem ist nicht, dass die Menschen keinen Gott haben, das Problem ist, dass sie zu viele Götter haben. Die so genannte Gottesfrage wurde und wird weithin vor dem Hintergrund des akademischen Atheismus' des 19. Jahrhunderts entwickelt. Freilich scheint es angemessener, diejenigen Phänomene wieder in den Blick zu nehmen, die in der griechischen Antike Götter heißen, im Alten und Neuen Testament vielfach benannt werden (Götter, Götzen, Mächte) und die man heutzutage mit Mitteln der philosophischen Phänomenologie als lebensbestimmende Mächte beschreiben kann. Trauriges Beispiel: Dass vom Krieg eine kollektive Faszination ausgeht, der ganze Kulturen erliegen können, wussten diejenigen, die ihn deshalb Ares nannten - und leider ist es auch heute noch so.

Angesichts dieser Phänomene stellt sich weniger die Frage, ob nun ein Gott sei oder viele, es fragt sich eher, wie denn angesichts der manifesten Wirklichkeit von Machtförmigkeiten von Gottes Macht soll gesprochen werden können. Das traditionelle Allmachtsprädikat allein scheint nicht zu genügen, auch nicht der Dual aus Allmacht und Ohnmacht Gottes, der in der Diskussion (zurecht) eine große Rolle spielt. Die Studie geht im Gespräch mit prominenten Theologen, Philosophen und Kulturwissenschaftlern dieser Frage nach.

English: God and the Gods. What does it mean, that Christ is "before all things"?

Modern man finds himself under the reign of powers and principles which can be described alike to those powers which the Bible calls gods, principles or thrones. William James and Thomas Luckmann were right, when they suggested, that the standard religion of modern man is polytheistic. This being so, it is important and interesting, to get hold of the idea of polytheism in recent thought: Scholars following the traces of Friedrich Nietzsche have done so and are being discussed, for example Georg Picht and Jan Assmann. The project tries to develop a theological strategy to cope with the situation. Therefore it discusses the idea of the power of God as opposed to the manifold powers. To do so, it refers to theological scholars, among them Dietrich Bonhoeffer and Karl Barth (including unpublished material of the latter).

Habilitationsschrift an der Theologischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg; Gutachter: Prof. Dr. Wolfgang Schoberth, Prof. Dr. Walter Sparn, Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Krötke. 

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Glauben und Wissen. Arbeitsbuch Theologie und Philosophie

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2006, kart., 251 S. ISBN 978-3-525-60427-4.

Was ist Glaube, was Wissen – ergänzen sie sich oder sind sie Konkurrenten im Streit um die Wahrheit? Oder haben sie vielleicht nichts miteinander zu tun, weil sie sich auf völlig verschiedene Daseinsbereiche beziehen? Diese Frage beschäftigt das Denken seit Beginn der Philosophie und, noch einmal auf andere Weise, seit der christliche Glaube entstand und sich ausbreitete. Die Wege und Themen, auf denen man dem Verhältnis von Glauben und Wissen nachgehen kann, sind vielfältig und verzweigt.

Das vorliegende Arbeitsbuch leitet zur eigenständigen Erkundung und Urteilsbildung in diesem Feld an. Zunächst wird gezeigt, dass das Verhältnis von Glauben und Wissen anhand zweier sich durchhaltender Grundkonflikte beschrieben werden kann. An zehn ausgewählten Beispielen aus der Theologie- und Philosophiegeschichte werden die Grundkonflikte sodann thematisiert. Jedes Beispiel stellt namhafte Denker und ihr Werk vor. Unter anderem kommen Platon, Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin, Martin Luther, Immanuel Kant und Friedrich Nietzsche zu Wort. Jedes Kapitel endet mit dem Hinweis auf einen Originaltext des jeweiligen Denkers. Lektürefragen ermöglichen eine eigenständige Erschließung und Diskussion. Am Schluss wird eine Skizze der Position des Verfassers zur Diskussion gestellt. Hinweise auf wichtige Einführungen in die Religionsphilosophie runden den Band ab und unterstreichen seinen Charakter als Studienbuch.

How do faith and knowledge relate to each other? This book analyses the structural basis of the relationship between faith and knowledge and discusses classical theories in this field of research thus helping to find one’s own position.

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Grundkurs christliche Theologie

ist unter Aktuelles zu besichtigen

 

Götzen, Mächte und Gewalten

Vandenhoeck & Ruprecht 2008 [Biblisch-theologische Schwerpunkte Bd. 33], 208 S. kart., 3 Graphiken. ISBN 978-3-525-61611-6.

Die Erfahrung von Macht ist alltäglich, sei sie beglückend oder bedrängend, gar zerstörerisch. Diese in sich sehr vielfältige Wirklichkeit kann nur leugnen, wer in der Illusion lebt, die Geschicke des eigenen Lebens stets souverän zu steuern.

Wenn es so ist, dann stellt sich die Frage, wie die vielerlei Mächte des alltäglichen Lebens verstanden werden können. Dafür wird eine Beschreibungstheorie vorgelegt und erläutert. Es stellt sich ferner die Frage, wie aus theologischer Sicht damit umzugehen ist, bekennen Christinnen und Christen sich doch zur Almacht Gottes. Dazu werden die biblischen Befunde in Sachen gottwidriger Mächte durchmustert, die dem Buch auch seinen Titel gaben. Im Kern geht es dann um die Frage, wie von Gottes Macht angesichts dieser Mächte gesprochen werden kann und welcher Art die Freiheit ist, die er von den Mächten gewährt.

Das Buch wendet sich an interessierte Personen inner- und außerhalb der theologischen Fachwelt und erschließt ihnen dieses theologisch wie lebenspraktisch spannende Thema. Es nimmt wesentliche Einsichten aus Monographie Nr. 4 auf und führt sie an etlichen Stellen weiter.

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Religionsphilosophie

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